Augenerkrankung PRA

Augenerkrankungen

PRA und CEA

Progressive Retinaatrophie (PRA):

Progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine gebräuchliche Bezeichnung für eine Reihe vererbter Netzhauterkrankungen, die bei allen betroffenen Hunderassen mit fortschreitendem Verlauf schlussendlich zur Erblindung führen.

Diese Krankheit betrifft immer beide Augen, verursacht beim Hund aber keinerlei Schmerzen. 
PRA beim Hund ist vergleichbar mit der Retinitis pigmentosa des Menschen.

Beim Fortschreiten der Erkrankung kommt es zu degenerativen oder dysplastischen Veränderungen
der lichtempfindlichen Fotorezeptoren in der Netzhaut des Auges.

Im Verlauf der PRA wird die Netzhaut dünner (man spricht von Atrophie) und die Netzhautgefässe verschwinden. Durch den Funktionsverlust der Fotorezeptoren schwindet im Laufe der Zeit das Sehvermögens und es kommt letztlich zur Erblindung.

Das Alter des Einsetzens und die Geschwindigkeit des Fortschreitens der Erkrankung unterscheiden sich je nach Rasse. Während die Krankheit bei einigen Hunderassen früh ausbricht, entwickeln andere bis hinein ins spätere Lebensalter keine PRA.

Häufig fällt anfangs ein schlechteres Sehvermögen in der Dämmerung auf. Später nimmt auch das Sehvermögen am Tag ab.
Es kann Monate oder sogar Jahre dauern, bis sich bei den betroffenen Hunden vollständige Blindheit entwickelt hat. Dadurch können sich die erkrankten Hunde sehr gut anpassen. Oftmals ist der Hund bereits stockblind, aber aufgrund seiner ausgezeichneten Nase und des guten Gehörs, sowie der perfekten Anpassungsfähgikeit in gewohnter Umgebung
wird die Erblindung des Hundes vom Tierbesitzer häufig nur als "reduziertes Sehvermögen" wahrgenommen.

Collie Eye Anomalie (CEA):

Die Collie Eye Anomalie (CEA) ist eine angeborene Entwicklungsstörung im Bereich des Augenhintergrundes beider Augen und führt zu einer Beeinträchtigung der Sehkraft bis hin zur Erblindung.

Das Hauptmerkmal ist eine lokale Fehlentwicklung (mangelhafte/fehlende Pigmentierung sowie Gefäßmissbildung) der Aderhaut, die manchmal von Defekten der Netzhaut, oder von Kolobomen (Spaltbildung) des Sehnervenkopfes begleitet wird.

Die CEA ist erblich, tritt jedoch unabhängig von Fellfarbe, Felltyp oder dem Merle-Gen auf.
Je nach Ausmass des Defektes ist das Sehvermögen klinisch nicht beeinträchtigt oder kann vor allem bei begleitender Netzhautablösung und/oder intraokularen Blutungen (welche auch später auftreten können) bis zur Erblindung führen.

Eine Heilung ist nicht möglich.
Ein Fortschreiten der Erkrankung ist bei Hunden mit geringgradiger CEA nicht zu erwarten.
Der Defekt verändert sich im Laufe des Lebens nicht.
Die Lebenserwartung ist im Vergleich zu gesunden Hunden nicht verringert.
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