Nigls Welt der Kaninchen - ein Leitfaden für ein perfektes Kaninchenleben - alles Wissenswerte und viele nützliche Tipps aus unserem Kaninchenalltag

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vorweg zu bedenken

Nachwuchs

Einmal Nachwuchs haben?

Viele Kaninchenhalter verspüren den Wunsch, einmal Jungtiere zu haben.
Das ist durchaus verständlich, junge Kaninchen sind besonders niedlich und
es ist sicher eine interessante Erfahrung, Kaninchenbabies aufwachsen zu sehen.
Auch der Wunsch nach "Ablegern" des eigenen Lieblings ist nachvollziehbar.

Aber hier gilt es zu bedenken - auch die Kleinen werden einmal größer und
meist ist es dann nicht mehr möglich auch diese zusätzlichen Tiere artgerecht unterzubringen.
Tierheime beherbergen etliche einst - ach so niedliche - Ninchen und selbst Zoofachgeschäfte nehmen nicht jedes Kaninchen ab, welches unüberlegt produziert wurde.

Schwangerschaft und Geburt bergen auch viele Risiken.
Es kann zu
Komplikationen während und nach der Schwangerschaft kommen
- sind Sie bereit die evtl. hohen
Tierarztkosten zu tragen?
Im schlimmsten Fall kann es ebenfalls zum
Tode des Tieres oder der Jungen kommen
- können Sie damit umgehen?

Daher - KEINE Experimente!

Gerade die oft als Heimtiere gehaltenen "Mischlinge" vererben häufig Krankheiten
oder passen rein genetisch nicht zusammen, was nicht selten zu
Kaninchen mit angeborenen Fehlern, wie Zahnfehlstellungen
und anderen gesundheitlichen Problemen führen kann.

Es ist daher nicht nur mehr als ratsam, sich
vorab umfassende Kenntnisse über Kaninchenzucht anzueignen, um so optimale Voraussetzung für eine Verpaarung zu schaffen.

Wichtig ist auf den Gesamtzustand der Tiere zu achten.
Nur Kaninchen die physisch wie auch psychisch gesund und auch kräftig genug sind,
sollten zur Paarung herangezogen werden.
Weiters ist größtes Augenmerk auf erbliche Fehler und Krankheiten zu legen,
ebenso muss eine Inzucht unbedingt vermieden werden,
da dies weitere genetische Defekte zu Tage fördern kann.
Daher Hände weg von Kaninchen, deren Stammbaum man nicht kennt.

Eine
Häsin ist ab dem 8. Lebensmonat zuchtreif, Rammler können schon ab dem 6. Monat
zur Zucht eingesetzt werden. Jüngere Tiere sollten nicht zur Zucht verwendet werden.
Bei der ersten Befruchtung sollte das Weibchen aber auch
nicht älter als 24 Monate sein, da in dieser Zeit das Becken an Dehnbarkeit verliert,
wodurch es evtl. zu Fehlgeburten und anderen Problemen kommen kann.
Wenige Stunden bis Tage nach der Geburt kann ein Kaninchenweibchen wieder gedeckt werden. Zwischen den Würfen sollte aber eine
Pause von 12 - 18 Monaten liegen.

Für eine Kaninchenzucht braucht man optimale Platzverhältnisse,
damit auch genügend Rückzugsmöglichkeiten für die Häsin vorhanden sind.
Auf engem Raum entsteht sehr schnell agressives Verhalten
und die Babies können dabei sogar verletzt werden.
Ein ausreichend großes Gehege mit einer gräumigen Hütte sind dabei ein Muss.

Eine Wurfkiste mit aufklappbarem Deckel ist zwar sehr schön,
meine Kaninchen haben jedoch nie Gebrauch davon gemacht.

Wenige Tage vor der Geburt, das Gehege noch einmal gründlich säubern.
Wenn schon ein Nest besteht, dieses auf keinen Fall verlegen oder gar beseitigen.
Für ausreichend Nestmaterial wie Heu und Stroh sorgen.
Den Rest besorgt die Häsin, die sich zu diesem Zweck Fell ausrupft.

Unnötiges Herumtragen der Häsin, Stressfaktoren wie Umzug, neue Rudelmitglieder
und andere Belastungen sollten jetzt vermieden werden.





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