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Nachwuchs
Kaninchen kommen nackt und blind zur Welt. Sie sind sogenannte Nesthocker.
Ab dem dritten Lebenstag werden erste kleine Haarspitzen sichtbar.
Etwa nach 10-12 Tagen haben die Jungtiere ein vollwertiges Fell und öffnen die Augen.
Nach ca 4 Wochen verlassen die Kleinen das Nest und beginnen ihre Umgebung zu erkundenund. Auch Spiele unter den Geschwistern werden nun interessant.
Die Milchaufnahme wird deutlich reduziert, besonders gerne werden jetzt Heuhalme geknabbert. Kaninchen mit kleiner Wurfstärke stillen oft gänzlich ab.
Hier ist es besonders wichtig dem Muttertier Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen, wohin die Kleinen nicht folgen können. Andernfalls würde die Häsin fortwährend von den Jungtieren bedrängt, was zu Aggressionen führen kann.
Keine Sorge, wenn die Häsin sich scheinbar nicht um ihre Jungen kümmert!
In freier Wildbahn werden Kaninchenbabys auch nur einmal am Tag gesäugt.
Zwischen der 6. und 8. Lebenswoche werden die Jungen nicht mehr von der Mutter gesäugt
und sind nun völlig selbständig. Jetzt lernen sie von den übrigen Rudelnmitgliedern
entsprechendes Sozialverhalten und sich in die Gruppe einzufügen.
Somit gibt es auch bei späteren Vergesellschaftungen keine Probleme.
Um den Jungtieren somit den besten Start zu ermöglichen,
dürfen diese nicht vor einem Alter von 8-10 Wochen abgegeben werden.
Hier sei noch erwähnt, dass die Jungtiere in dieser Zeit auch noch den
Blinddarmkot der Mutter (enthält lebenswichtige Vitamine, Mineralien und Roheiweiß)
fressen und somit eine gesunde Darmflora entwickeln können.
Werden die Jungtiere jedoch zu früh von dem Muttertier getrennt,
führt das unweigerlich zu Darmstörungen oder einem empfindlichen Immunsystem,
womit sich niemand einen Gefallen tut.