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jung od. älter

häufige Fragen

Warum ein älteres Tier manchmal die bessere Wahl sein kann?

Zugegeben, die Versuchung ist groß, sich für ein Jungtier zu entscheiden,
wo sie doch das uns so sehr ansprechende Kindchenschema ganz und gar verkörpern,
aber in manchen Situationen und insbesondere für noch unerfahrene Kaninchenfreunde können bereits erwachsene, ältere Tiere die sinnvollere Wahl sein.



Folgende Punkte sollten dabei Eure Beachtung finden:

+) das Kindchenschema bleibt diesen Tieren ein Leben lang erhalten

+) Kaninchenbabies sind wesentlich empfindlicher was die Darmflora betrifft und auch weitaus krankheitsanfälliger. So müssen Sie in vielen Fällen erst langsam an Grünfutter und Aussenhaltung gewöhnt werden, andernfalls können Durchfälle, Verkühlungen bis hin zur Blasenentzündung die Folge sein.
Ein älteres Tier aus einer guten Haltung sollte mit Grünfutter keine Probleme mehr haben und auch das Haarkleid sollte, je nachdem ob in Aussen- oder Innenhaltung aufgewachsen, entsprechend ausgebildet sein.

+) Jungtiere sind wie kleine Kinder. Abgesehen davon, dass sie sehr lebhaft sind, haben auch Kaninchenkinder eine orale Phase. Alles anzuknabbern läßt auch sie ihre Welt in Geschmack und Struktur erforschen und trägt weiters zur Kräftigung der sich ausbildenden Kiefermuskulatur bei. Auch erwachsene Tiere nagen noch gerne, aber nicht mehr in demselben Ausmaß wie die kleinen bzw. ist es ihnen leichter abzugewöhnen.

+) Kaninchen ab zwei Jahren werden insgesamt ruhiger, die Ruhephasen ausgedehnter, was aber kein Nachlassen des Spieltriebs und ein Träge werden bedeutet, das immer aber auch gesehen in Abhängigkeit des Umgangs den Ihr mit Euren Tieren pflegt.

+) Charakter und Persönlichkeit müssen sich erst entwickeln. Daher läßt sich erst bei älteren Tieren feststellen, ob sie eher ruhig oder lebhaft, schüchtern oder vielleicht doch dominant sind.


+) Irrtümer in der Geschlechtsbestimmung bei jungen Kaninchen stehen in vielen Tierhandlungen aber auch bei Züchtern und Tierärzten leider an der Tagesordnung. Unliebsame Überaschungen sind meist die Folge. Bei ausgewachsenen Tieren dagegen lassen sich Rammler und Häsin problemlos an Hand der Geschlechtsteile unterscheiden.

+) Die angebotenen 'Zwerge' entpuppen sich oft als Stallkaninchen und die letztlich erreichten Körpergrößen übersteigen oft die kühnsten Erwartungen.
Erst mit ca. einem Jahr läßt sich die wahre Größe wirklich erkennen.

+) Viele erwachsene Tiere sind bereits stubenrein oder zeigen zumindest Tendenzen, ob sie bereit sind, sich an Toilettenkisten zu gewöhnen. Jungtiere die sich in der Geschlechtsreife befinden, neigen trotz allem (egal ob Männchen oder Weibchen) immer wieder einmal dazu ihrem Markierverhalten freien Lauf zu lassen.

+) Der Eintritt der Geshlechtsreife läßt im übrigen so manchen unerfahrenen Kaninchenneuling verzweifeln. Bei den meisten Ninchen werden dann nämlich alle Register gezogen und das reicht von mit Urin bespritzten Wänden, über Dauergerammel, bis hin zu leicht aggressivem Verhalten, wobei davon beide Geschlechter gleichermaßen betroffen sein können.
Scheinträchtigkeit bei den Jungdamen im Alter von ca. einem halben Jahr
sind ebenfalls keine Seltenheit.
Bei älteren Tieren beruhigt sich dieser Zustand, wobei eine Kastration beim Rammler gänzlich Abhilfe schafft, nur bei den Häsinen ist im Frühjahr immer eine gewisse Unruhe mit so manch merkwürdigen Anwandlungen zu bemerken.

+) Eine erblich bedingte Zahnfehlstellung kristallisiert sich meist erst mit fortgeschrittenem Alter heraus. Allerdings kommt es bei Ninchen im Alter zwischen drei bis vier Jahren zu einer Verhärtung des Knochengerüstes und folglich auch des Kiefers. Eine nicht artgerechte Fütterung ( zu wenig Heu und zuviel Trockenfutter) kann daher ebenso bei einem erwachsenen Tier zu Zahnfehlstellungen führen.




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